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Kienberger Dorfmuseum






Michael Steinberger, geboren 1912 war Gründer des Museums. Er sammelte von 1956 bis 1999 alle für ihn wichtig erscheinenden Sachen. Dabei achtete er besonders darauf, dass alles, was er zusammentrug, aus seiner Gemeinde Kienberg und dem näheren Umfeld stammten. Die Exponate sind aus dem gesamten Lebensbereich vom 17. bis zum  20. Jahrhundert. Viele eigene Kostbarkeiten und aus dem Familienbesitz seiner Frau Anny, einer Kienberger Wirtstochter, fügte Steinberger hinzu.

Seine Sammlung beinhaltet Mobiliar, Urkunden, Bilder, Bücher, Fotografien, Sterbebilder, Stickereien, Kleidung, Trachtenzubehör, Schmuck, alte Werkzeuge und Gerätschaften aller Berufszweige, auch Exponate übers Weben, Sticken, Häkeln und Klöppeln. Äußerst seltene, ellenlange Musterbänder als Vorlagen über das Stricken, Häkeln und Sticken brachte Anny Steinberger z.B. aus dem Familienbesitz mit ein. Das Museum verfügt weiter über viele Gegenstände des sakralen Lebens, darunter Klosterarbeiten wie z.B. die seltenen Haarbilder.
 
Weil Michael Steinberger auch Kirchenpfleger in Kienberg war, wurden ihm so manche abgelegte und ausgediente Dinge aus der Pfarrei  übergeben. 

Als lang gedienter Posthalter in Kienberg hatte er Zugang zu den Gebrauchsartikeln der Post. Eine kleine Ecke im Museum ist diesen Ausstellungsstücken gewidmet.

Seine Frau, Anny Steinberger, war die Tochter des Gastwirts „Zur Post“ in Kienberg. Als Schwiegersohn überzeugte Michael Steinberger den Gastwirt, daß viele Gebrauchsgegenstände aus dieser Zunft sehr gute Museumsstücke darstellten. So wanderten auch viele Artikel aus diesem Bereich in das Museum.

Eine weitere Leidenschaft vom Museumsgründer war das Forschen in den Familiengeschichten. Hier gibt es Aufzeichnungen von Kienbergern, die bis in das 16. Jahrhundert zurück reichen. Es gibt Unterlagen über die Kirchengeschichte bis in das 15. Jahrhundert hinein. Steinberger war über einen geraumen Zeitraum Chronist von Kienberg. Er schrieb Berichte über Begebenheiten des Gemeindelebens, vor allem über die Vereine und sammelte Zeitungsberichte darüber. Seine Vorbilder waren der Lehrer Max Humpl und der Pfarrer Otto Heichele. Deren Aufzeichnungen hat er als Exponate ins Museum eingebracht.

Michael Steinberger war einer der letzten russischen Kriegsheimkehrer. Aus dieser Zeit, den  Kriegs- und Nachkriegsjahren, sind viele Erinnerungsstücke im Museum.

Dankenswerter Weise genehmigte die Gemeindeverwaltung Steinberger die Unterbringung seiner Sammelstücke im Schulhaus von Kienberg. Dadurch konnte er einen Teil seiner privaten Sammlung Interessierten zugänglich machen. Um bis heute ausgelagerte wertvolle Gegenstände dieser Sammlung zeigen zu können wäre allerdings erheblich mehr Ausstellungsfläche nötig. 

Zur Unterstützung für Steinbergers ehrenamtliche Arbeit und zur Betreuung und Förderung des Museums gründete sich der Verein „Dorfmuseum und Heimatgeschichte Kienberg e.V.“.

Mit seiner Frau Anny und in Zusammenarbeit mit der Gemeindevertretung und den Vereinsvorsitzenden erarbeitete Steinberger für seine Museumsgegenstände einen Schenkungsvertrag an die Gemeinde Kienberg, in dem das Ehepaar Steinberger jedoch besonderen Wert auf die uneingeschränkte satzungsgemäße Handlungsfreiheit für den eigens dafür geschaffenen Förderverein legte. Der Vertrag wurde am 21. April 1999 notariell besiegelt.

Museumsgründer, Ehrenbürger und Ortsheimatpfleger Michael Steinberger verstarb überraschend am 5. November 1999 im Alter von 87 Jahren.
Am  10. August 2005 verstarb auch seine Frau Anny Steinberger im Alter von 91 Jahren.
Sie haben sich mit diesem Museum in Kienberg ein Denkmal gesetzt.

Adresse und Möglichkeit zur Besichtigung:
Das Kienberger Dorfmuseum ist ganzjährig zu besichtigen.
Vorherige Anmeldung ist bitte unbedingt erforderlich und möglich unter folgenden Adressen in Kienberg:
Herbert Schiebl, Siboling 4,    Tel. 08628 752
Irmgard Brandmayr, Pößmoos,     Tel: 08628 236


Quelle: Dokumente und Aufzeichnungen
Kienberg, November 2006
Inge Schiebl


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